"Der alte Film ist tot. Wir glauben an den neuen."
Am 28. Februar 1962 verkündeten 26 bundesdeutsche Filmschaffende bei den 8. Westdeutschen Kurzfilmtagen das Oberhausener Manifest: Sie schufen damit einen Meilenstein in der Entwicklung des deutschen Kinos - nie zuvor, nie danach wurde mit einer solchen Vehemenz ein Bruch mit den bestehenden Produktionsverhältnissen verlangt und auch herbei geführt.
Anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Oberhausener Manifests schafft das Projekt "Provokation der Wirklichkeit – 50 Jahre Oberhausener Manifest" eine handfeste Basis für die Auseinandersetzung mit diesem Manifest und den damit verbundenen filmischen, kulturellen und politischen Erneuerungsbewegungen der 1960er Jahre in Deutschland.
"Ich verbinde das historische Stichwort Oberhausener Manifest mit dem andern Stichwort Autorenfilm, mit Künstlern wie Alexander Kluge, Edgar Reitz, den Schamonis, die das nicht geringe Risiko eingegangen sind, einen Film sozusagen aus einer Hand zu gestalten, die die Bücher selbst geschrieben und die auch Regie geführt haben, die ihren Produkten eine ganz eigene Handschrift gegeben haben. Das ist für mich das bleibende Moment, auch wenn es speziell für einen Produzenten nicht nur ins reine Glück führt."
(Prof. Regina Ziegler, August 2011)